DAS CAMP

WARUM DAS CAMP?

DIE DREI SÄULEN

UNTERSTÜTZER

DER SCHIRMHERR

01. – 09. September 2019
in Dorsten

Warum das Camp?

Wir möchten Betroffene und deren Angehörige (auch die Kinder) einladen, uns eine Woche zu besuchen. Warum? Weil es gerade im Bereich der Jung-Erkrankten oder der Jung-Gebliebenen zu wenig Selbsthilfegruppen gibt. Insbesondere im ländlichen Raum besteht hier eine Lücke., die wir mit unserem Angebot schließen möchten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die finanzielle Situation. Viele Betroffene können sich auf Grund der durch die Krankheit entstehenden neuen Lebenssituation (Rente, Reduzierung der Arbeitszeit) keine Auszeit mehr nehmen. Durch die Studie „Vacation as Medication“ von Parkinsonsnext bekommen wir ein Bild davon, wie wichtig Urlaub im Fall einer Krankheit sein kann.

WAS WIR ERREICHEN WOLLEN

Die Teilnehmenden am Camp sollen die Möglichkeit haben, ihre Ängste abzubauen, Lebensmut zu fassen und die Lebensqualität zu steigern, indem wir sie aus dem gewohnten Umfeld herausholen und ihnen Erholung, Informationen sowie einen Austausch mit anderen Betroffenen bieten.
Das Wichtigste ist, neue Kontakte aufzubauen, die wiederum auch durch Telefonate, private Treffen, Einsatz der neuen Medien (z.B. Chat) oder auch, wenn nötig, durch einen erneuten Besuch in unserem Camp ausgebaut werden können und damit eine dauerhafte Hilfestellung bieten.

Die drei Säulen

Bewegung/Sport

Mit der Bäderbetrieb-Dorsten GmbH haben wir einen kompetenten Partner gefunden. Das Angebot zum Bewegungssport kann im Freizeitbad Atlantis Dorsten wahrgenommen werden. Das Sportangebot wird individuell auf die Teilnehmenden der jeweiligen Camp-Gruppe abgestimmt. Der Trainer wird sich im ersten Termin einen Eindruck über den Gesundheitszustand der Teilnehmenden verschaffen, um die Kurse bedarfsgerecht durchführen zu können. Je nach Anzahl und individuellem Gesundheitszustand sowieden Wünschen der Teilnehmer werden gegebenenfalls mehrere Gruppen gebildet. Das Angebot beinhaltet insbesondere Kurse für Teilnehmende mit neurologischen Erkrankungen.

Freizeitgestaltung

Hier bieten wir themenbezogene Angebote an.
Beispielsweise einen gemeinsamen Besuch des St. Josef-Hospitals in Bochum. Dafür haben wir uns die Unterstützung von Herrn Prof. Dr. med. Muhlack sichern können.

Wir möchten den teilnehmenden auch die Möglichkeit geben, ihre Freizeit selbstbestimmt zu gestalten. Wir erhoffen uns, dass sich dabei kleine Gruppen bilden, um das Ruhrgebiet und das angrenzende Münsterland zu erkunden mit der Möglichkeit, die gemeinsame Zeit zum Austausch zu nutzen.

Sollten Angehörige nicht an den angebotenen Kursen teilnehmen wollen oder die betroffenen Teilnehmenden längere Pausen vor, während oder nach den Kursen haben, können sie das Erlebnisbad, die Fitness oder die Sauna- und Wellness-Landschaft nutzen.

Für die Kinder der Erkrankten kann ein spezielles Animationsprogramm angeboten werden. Sie sollten mindestens das Schwimmabzeichen Seepferdchen haben, damit es keine Einschränkungen bei der Teilnahme an der Animation bzw. der Auswahl der angebotenen Leistung gibt.

Am Nachmittag besteht die Möglichkeit, Sportangebote wie zum Beispiel Stand Up-Paddling wahrzunehmen. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, zum Abschluss des Camp-Aufenthaltes einen Familientag im Atlantis zu verbringen. Hier findet keine Begleitung mehr durch die Veranstalter statt. Die Familie und deren individuelle Freizeitgestaltung stehen im Vordergrund, es sollen die Momente festgehalten werden, an die sich die Camp-Teilnehmenden auch in Zukunft gerne erinnern.

VERPFLEGUNG IN DER GASTRONOMIE

Das Mittagessen werden wir gemeinsam im Atlantis Dorsten einnehmen. Besondere Bedürfnisse bei der Ernährung werden im Vorfeld abgestimmt.

Informationsaustausch

Wir möchten in gemeinsamen Gruppengesprächen unsere Erfahrungen austauschen und den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, offene Fragen zu klären und Ängste zu nehmen. Wir möchten aber auch Fachinformationen geben. Dafür haben wir folgende Referenten gewinnen können:

 

UNSERE REFERENTEN

 

Herr Wesler
Rechtsanwalt und Notar
Fragen zum Thema Renten und Pflegerecht


De Martin • Seidl • Evers
Team Dopamin
Workshop: Tagebuch schreiben


Herr Möllmann
Praxis Handarbeit
Physiotherapie und Ernährungsberatung


Nadine Mattes & Mitstreiter
Parkinson Youngsters e.V.
Einzel-Gespräche zu jeder Zeit


St. Josef-Hospital in Bochum
Ansprechpartner und Referenzen


Prof. Dr. med. Lars Tönges
St. Josef-Hospital in Bochum
Referent Diskussionsrunde


Dr. Michels
St. Elisabeth-Krankenhaus
Offene Frage- und Antwortrunde


Frau Vennemann
Trauerbegleiterin für Kinder- und Jugendliche und Kinderkrankenschwester


Frau Hoof
Praxis Dr. Köhl, Hoof, Tillenburg
Allgemein Medizin


Herr Holzwarth
Holzwarth Apotheke
Antworten auf Medikamente und Wirkstoffe


Mobile Jugendhilfe
Angebot für Kinder im Verarbeitungsbereich


DIE KINDER KOMMEN MIT

Sie sind ein wichtiger Teil des Konzepts. Wir möchten mit der Unterstützung von Frau Vennemann (Kinder- krankenschwester, Kinder und Jugend-Trauerbegleitung) die Kinder stärken. Frau Vennemann wird an zwei Tagen von 16:00 – 19:30 Uhr die Kinder im Jugendzentrum Leo betreuen. Gemeinsam mit einem Kinderpsychologen finden spielerische Gespräche mit den Kindern über ihre Sorgen und Ängste statt. An weiteren zwei Tagen wird mit demselben Hintergrund die Mobile Jugend-

hilfe die Kinder unter ihre Fittiche nehmen. Schließlich werden wir am Freitag einen gemeinsamen Abschluss in der Dorstener Stadtkrone, einem zentrumsnahen Erholungsgebiet, organisieren. Gerade durch den Kon- takt mit anderen Kindern wollen wir den Camp-Kindern ein Gefühl der Stärke geben. Sie sollen sehen, dass sie nicht alleine sind. So wie es meine Tochter neulich ganz treffend sagt: „Meine Mama zittert – und was hat dein Papa?“

Unterstützer

„Ich geh leben, kommst Du mit?“
Die hilde-Ulrichs-Stiftung unterstützt „Das Parkinson Youngster Camp“

UNSERE MOTIVATION

„Ich geh leben, kommst Du mit?“- dieses Motto entspricht unserem Leitbild: In der Grundüberzeugung, dass das Leben mit Morbus Parkinson durch eigenes Verhalten positiv gestaltet werden kann, haben wir uns als unabhängige Stiftung zum Ziel gesetzt, über die Facetten dieser Krankheit aufzuklären und den Betroffenen Mut zu machen. Wir setzen uns dafür ein, die Eigenverantwortung der Patienten zu stärken und Alternativen zu den gängigen Medikamenten- und medizinischen Therapien aufzuzeigen. Dabei setzen wir vor Allem auf Sport und Bewegungstherapie sowie Kreativtherapie.

Mit dem Parkinson Youngster Camp wird unser Leitbild sehr innovativ und lebensnah umgesetzt. Wir sehen dies als stabile Basis für Folgeprojekte, die eine in der Forschung beschriebene Lücke schließt (Lautenschläger et al. Pflegezeitschrift 2017). Jungerkrankte Betroffene haben andere Fragen, Bedürfnisse und Herausforderungen (wie z.B. Familie und insbesondere Kinder sowie Beruf und soziales Umfeld) als Senioren und brauchen eine andere Hilfestellung. In der Öffentlichkeit wird Parkinson noch immer als eine „Alte-Leute-Krankheit“ gesehen, obwohl sie immer mehr auch Menschen betrifft, die in der „Rushhour“ des Lebens stehen. Morbus Parkinson ist keine Alterskrankheit mehr. Rund 400.000 Menschen in Deutsch- land sind erkrankt. Tendenz steigend, laut Experten. Und 10 % der Erkrankten sind bei der Diagnose unter 40 Jahre alt.

ÜBER DIE STIFTUNG

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung, gegründet am ersten Welt-Parkinson-Tag 1997 von Hermann Terweiden, ist bundesweit eine wichtige Anlaufstelle, bei der Patienten mit Morbus Parkinson eine unabhängige Beratung sowie wesentliche Informati- onen zum Umgang mit der Krankheit erhalten. Sie ist die erste private Stiftung in Deutschland, die die Erforschung nicht- medikamentöser Behandlungsmethoden bei Morbus Parkinson fördert.

Eine der Stiftungsaktivitäten ist die Vergabe eines mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreises alle zwei Jahre. Darüber hinaus unterstützt die Hilde-Ulrichs-Stiftung wissenschaftliche Studien sowie Projekte und Vorhaben, die Betroffenen und Angehörigen unmittelbar zugutekommen und leistet wichtige Aufklärungsarbeit, um mit der Krankheit mobil zu bleiben.email: hilde-ulrichs-stiftung@parkinsonweb.com · www.parkinsonweb.com

Der Schirmherr

Markus Maria Profitlich

(* 25. März 1960 in Bonn) ist ein deutscher Komiker, Schauspieler und Synchron- sprecher. Er bekam 2018 seine Diagnose Parkinson. Als persönlich Betroffener hat er für die Erkrankung sowie deren Auswirkungen auf die Erkrankten ein tiefes Verständnis.

Interesse

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